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Interkulturelle Philosophie und Kulturanthropologie

Vortrag von Gari Pavković

Dienstag, 17. Mai um 19:30 Uhr in der Humboldtstr. 7, S-Süd

Konzepte von Interkulturalität und Transkulturalität wurden in westlichen Migrationsgesellschaften entwickelt, insbesondere in der Pädagogik, Psychologie und Soziologie. Hier steht eine gelingende Kommunikation zwischen kulturell heterogenen Einzelpersonen und Gruppen im Vordergrund.

Die Erforschung der verschiedenen Weltkulturen sind Gegenstand der Ethnologie und der vergleichenden Kultur- und Religionswissenschaften.

Philosophie als „Mutter der Wissenschaften“ möchte auf rationalem Wege unser Verständnis der Welt und der Stellung des Menschen darin vertiefen.

Im deutschen Schulsystem hat die Philosophie eine nachrangige Bedeutung, meistens beschränkt auf die Frage, was das moralisch richtige Handeln ist (Ethik).

Philosophie als Geisteswissenschaft hat nur die abendländischen Traditionen im Blick.

Östliche Weisheitslehren werden hauptsächlich als religiöse Traditionen betrachtet.

Philosophien aus Afrika und Alt-Amerika sind weitgehend unbekannt.

Die Beschäftigung mit diesen Kulturkreisen sind Gegenstand der Ethnologie, Archäologie und/oder der außereuropäischen Kulturwissenschaften.

Das Transkulturelle Forum Humboldt 7 e.V. beschäftigt sich mit der Frage, inwieweit Weisheitslehren aus außereuropäischen Kulturen mit unserer westlichen Denkweise überhaupt erfasst werden können.

Inwieweit können neuere Ansätze einer interkulturellen Philosophie und Kulturanthropologie unser Verständnis der lebendigen autochtonen Weisheitslehren aus diesen Kulturkreisen vertiefen?

Ein gelungenes Beispiel dafür ist das Werk „Andine Philosophie“ von Josef Estermann, das im Vortrag kurz vorgestellt wird.

Teilnahmegebühr 5 EUR, für Vereinsmitglieder kostenfrei.

Anmeldung erforderlich per Email wegen begrenzter TN-Zahl.